Organisation der Praxis
Der Unterrichtsgegenstand „Praxis der Elementarpädagogik“ stellt unter anderem eines der Kernstücke der Ausbildung zu Elementarpädagog*innen dar.
Die Organisation des Praxisunterrichts am Kolleg für Elementarpädagogik Augustinum setzt sich aus
- der Praxis in elementaren Bildungseinrichtungen,
- dem Praxisunterricht (auch Exkursionen),
- den Praxiscoachings und
- dem Praxisatelier zusammen.
In der Praxis in elementaren Bildungseinrichtungen bekommen die Studierenden unter anderem einen umfassenden Einblick in die Organisation elementarpädagogischer Einrichtungen,
setzen die in den facheinschlägigen Unterrichtsgegenständen erworbenen Kompetenzen um,
entwickeln eine positive Grundhaltung und sehen in soziale Beziehungen sowie betrieblich-organisatorische Zusammenhänge ein.
Ein weiteres Ziel des Praxisunterrichts am Kolleg für Elementarpädagogik Augustinum ist das Entwickeln eines korrekten und selbstsicheren Verhaltens
gegenüber der Leitung und den in der Einrichtung Beschäftigten.
Ein weiterer Aspekt der Praxis umfasst das Beobachten, Wahrnehmen und Dokumentieren.
Die gewissenhafte Planung, Durchführung und Reflexion von elementaren Bildungsprozessen ist ein wesentlicher Grundstein für pädagogische Professionalität.
In 4 Praxissemestern muss zumindest ein Praxissemester in einer Kinderkrippe absolviert werden.
Ein zusätzliches unbegleitetes Praktikum dient der Weiterentwicklung und ermöglicht einen Einblick in unterschiedliche Felder der pädagogischen Praxis.
Praxiscoachings werden individuell mit den Studierenden abgehalten, sodass die Praxis-lehrenden gezielt auf die jeweiligen Anliegen der Studierenden eingehen können.
Hierzu bringen die Studierenden konkrete Themen mit und sammeln eigene Lernprozesse und Lernfelder im persönlichen Logbuch.
Die Praxislehrenden unterstützen bei Fragen zu schriftlichen Planungs-, Dokumentations- und Reflexionsarbeiten mit Impulsen, Erfahrungen, Erkenntnissen und Gedanken.
Zentraler Gedanke des Praxisateliers ist das Nutzen der Vielfalt der Gruppe für Lern- und Entwicklungsprozesse aus der Praxis und für die Praxis.
Gruppendynamische und reflexive Prozesse finden im Praxisatelier Platz.
Die vielfältigen Erfahrungen, Sichtweisen und Ideen der einzelnen Studierenden und die unterschiedlichen Rahmenbedingungen
und Herausforderungen der jeweiligen Praxissituationen sind eine wichtige Ressource im Lernen für die zukünftige Arbeit in unterschiedlichen elementarpädagogischen Settings.
Zentrales Werkzeug dafür ist der Dialog bzw. die Diskussion in der Gruppe (Praxishandbuch, 2025).
In einem umfangreichen Praxishandbuch, das am Anfang der Ausbildung ausgeteilt wird, ist eine detaillierte Beschreibung der Praxis für die Studierenden ersichtlich.